Unsere Gemeinde in der Presse

Lev Schwarzmann erhält Auszeichnung der Stadt Oberhausen

Laudatio des Oberbürgermeisters der Stadt Oberhausen – Daniel Schranz (CDU)

 

Meine Damen und Herren,

 

last but not least komme ich zu Lev Schwarmann. Er ist Gründer und Vorsitzender der Liberalen Jüdischen Gemeinde Oberhausen, deren bloße Existenz nach den Pogromen, der Vertreibung und Ermordung der Juden auch im nationalsozialistischen Oberhausen für unsere Stadt heute nichts weniger als ein Geschenk darstellt. Darüber hinaus hat die Gemeinde noch die schöne Adresse Friedensplatz 15.

 

Geboren wurde Lev Schwarzmann in Moldawien und war in seiner Heimatstadt Belzi als Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde, Abgeordneter des Stadtrates, Journalist, Moderator und als Leiter  unzähliger Kulturveranstaltungen aktiv. 1995 kam er nach Deutschland, wo er als Sozialarbeiter und Projektleiter tätig war. Mittlerweile befindet er sich im wohl verdienten Ruhestand, obwohl man mit Blick auf sein umfassendes und jahrzehntelanges Engagement nicht so recht an Ruhestand glauben kann. Denn auch heute noch widmet er seine komplette Freizeit dem ehrenamtlichen Engagement. Sein großes und vielfältiges Wirken hat Lev Schwarzmann auch in Oberhausen weitergeführt. So gründete er 1998 gründete er das Deutsch-Russisch-Jüdische  Kulturzentrum „Trio“. Bis heute werden jeden Samstag ca. 70 Kinder in der russischsprachigen Samstagschule unterrichtet.

 

Vor etwa 12 Jahren hat Lev Schwarzmann dann „Perusch“, die Liberale Jüdische Gemeinde hier in Oberhausen, gegründet. Der Grund dafür war seine Unzufriedenheit mit der Ausrichtung der bestehenden jüdischen Gemeinde. Seine Beharrlichkeit und sein Durchhaltevermögen bei schwierigsten Bedingungen in den ersten Gründungsjahren haben sich gelohnt: Denn heute ist die Liberale Jüdische Gemeinde ein fester Bestandteil der Oberhausener Stadtgesellschaft. Sie ist in Kontakt mit verschiedenen Religionen und Konfessionen und  beteiligt sich engagiert am interreligiösen Dialog. Die Gemeinde arbeitet seit zwei Jahren mit der Rabbinerin Natalia Verzbovzka zusammen, der bislang einzigen Rabbinerin in Deutschland, die ihre Gottesdienste dreisprachig durchführt: auf hebräisch, russisch und deutsch, was – so darf ich sagen – auch für mich ein beeindruckendes Erlebnis gewesen ist.

 

Offenheit ist kennzeichnend für die Gemeinde hier in Oberhausen. Gäste ganz gleich welcher Religion und Herkunft sind immer gern gesehen, ob zu den Schabbatfeiern am Freitag oder zu den regelmäßig stattfindenden Kulturveranstaltungen.

 

Der Chor der Gemeinde singt in elf Sprachen und ist auch über die Stadtgrenzen bekannt. Die Theatergruppe führt Stücke in russischer Sprache, wie z. B. „Meine koschere Lady“ auf und tourt damit durch Deutschland. Lev Schwarzmann, der Anfang des Jahres seinen 70. Geburtstag feiern durfte, ist ohne Zweifel der „Motor der Gemeinde“. Er setzt sich unermüdlich für all ihre Belange ein. So konnte vor zwei Jahren auch ein Freundeskreis gegründet werden, der die Liberalen Juden unterstützt.

 

Lev Schwarzmann trägt mit seinem herausragenden Engagement dazu bei, dass sich das liberale Judentum bei uns wieder etabliert und lebendig weiterentwickelt. Die Arbeit der Gemeinde ermöglicht es Juden, sich in die deutsche Gesellschaft zu integrieren.

 

Die Gemeinde, die mittlerweile über 100 Mitglieder hat, ist auch für Nicht-Juden zu einer heimatlichen Anlaufstätte geworden.

Kreativität, Beharrlichkeit und Durchhaltevermögen sind drei Eigenschaften, die Lev Schwarzmann verkörpert. Es gibt aber eine vierte Eigenschaft, die die Zusammenarbeit mit ihm sehr angenehm macht und das ist sein Humor. Es ist ein Phänomen, dass ihm zu jeder Situation mag sie noch so bescheiden sein auch ein passender Witz einfällt. Sein Humor setzt die Dinge oft wieder ins rechte Licht und gibt auch den Menschen, die mit ihm gemeinsam für eine gute Sache streiten, Kraft zum Weitermachen.

 

Sehr geehrter Herr Schwarzmann, mit Ihrem großen Engagement fördern Sie nachhaltig das Wohl und das Ansehen unserer Stadt Oberhausen. Ich darf Ihnen daher die Ehrennadel der Stadt Oberhausen verleihen.

 

18.12.2017, Oberbürgermeister Daniel Schranz im Rathaus Oberhausen


Ein besonderer Filmabend

"Zu einem besonderen Filmabend in der Lichtburg laden das Büro für Interkultur, die Gedenkhalle und der Freundeskreis der Liberalen Jüdischen Gemeinde Perusch für Dienstag, 5. Juli, um 19 Uhr ein. Gezeigt wird der 2016 erschienene preisgekrönte Film von Britta Wauer über „Rabbi Wolff“. William Wolff ist Ende 80 und der wohl ungewöhnlichste Rabbiner der Welt."

 

Lichtburg zeigt den Film "Rabbi Wolff"

25.06.2016 in DER WESTEN

 


Ein musikalisches Fest

"Ein „Fest“ hatte der Vorstandsvorsitzende der Gemeinde versprochen – ein Fest war’s, nicht nur für die Mitglieder von „Perusch“. Auch Sharon Brauner und Karsten Troyke strahlten von der kleinen Bühne"

 

Aufbruch von Oberhausen ins „Welt-Schtetl“

19.04.2016 in DER WESTEN


Freundeskreis der jüdischen Gemeinde "Perusch"

"Bereits im August des Vorjahres hatten sich 18 Gründungsmitglieder zusammengefunden. Inzwischen ist der Verein eingetragen – und ein hochkarätiges Konzert bietet die Gelegenheit, sich allen Oberhausenern bekannt zu machen. Denn bei der Bekanntheit besteht Nachholbedarf – obwohl „Perusch“ ein reges Gemeinde- und Kulturleben pflegt und sich so gerne wie unkompliziert auch der Mehrheitsgesellschaft öffnet."


Oberhausens Rabbinerin

"Ende August entließ das Abraham-Geiger-Kolleg in Potsdam zum siebten Mal seine Absolventen – darunter Natalia Verzhbovska als erste Rabbinerin in Nordrhein-Westfalen. Die heute 47-Jährige aus Kiew war in ihrem ersten Berufsleben Pianistin und Klavierlehrerin. Seit Oktober ist sie in den drei liberalen jüdischen Gemeinden „Perusch“ in Oberhausen, „haKochaw“ in Unna und „Gescher laMassoret“ in Köln als Rabbinerin tätig."

 

Oberhausens neue Rabbinerin: „Die Synagoge war mein Ort“

05.12.2015 in DER WESTEN


Perusch ist seit zehn Jahren in Oberhausen

"Liberale jüdische Gemeinde in Oberhausen ist seit zehn Jahren in der Stadt ansässig. Die Mitglieder wünschen sich noch mehr Kontakte zu Oberhausenern."

 

„Perusch“ in Oberhausen feiert zehnten Geburtstag

22.09.2015 von Andrea Micke in DER WESTEN


Sammeln für das Friedensdorf

"Von einem erfolgreichen „Mitzvah Day Deutschland“ am vergangenen Sonntag berichtet jetzt die Liberale jüdische Gemeinde Ruhrgebiet „Perusch“. Sie hat am Friedensplatz in Alt-Oberhausen ihre Bleibe. Es handelt sich um einen weltweiten jüdischen Aktionstag, den der Zentralrat der Juden in Deutschland 2012 erstmals auch ausgerichtet hat. Im vergangenen Jahr beteiligte sich auch die Oberhausener Gemeinde daran."

 

Jüdische Gemeinde sammelt für das Friedensdorf

19.11.2014 in DER WESTEN