Unsere Gemeinde in der Presse

Grußwort der Stadt Oberhausen zu Rosch ha-Schana

Liebe Mitglieder der Liberalen Jüdischen Gemeinde,

 

ich wünsche Ihnen und allen jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, ihren Familien und Freunden ein glückliches und gesegnetes Neues Jahr 5779!

 

Zum Jahresanfang schauen wir zurück auf alles, was das vergangene Jahr uns gebracht hat und wir schauen auch in die Zukunft. Jeder hat ganz privat seine Hoffnungen und Sorgen – und ich wünsche jedem Einzelnen, dass das kommende Jahr voller guter Erfahrungen sein möge.

 

Ich freue mich, dass die Liberale Jüdische Gemeinde ein fester Bestandteil der Stadt Oberhausen ist und ein so lebendiges Gemeindeleben pflegt. Das ist nach der Shoah keine Selbstverständlichkeit  und wir alle müssen wachsam sein und dafür eintreten, dass Rassismus und Antisemitismus keine Chance bekommen, in unserer Stadt Fuß zu fassen und sich auszubreiten. Vielmehr müssen wir uns gemeinsam für den Dialog und das friedliche Miteinander aller Menschen einsetzen.

 

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen Shalom und Shana Tova!

Ihr

 

Apostolos Tsalastras

1. Beigeordneter und Kulturdezernent

der Stadt Oberhausen

 

27.08.2018, Stadt Oberhausen


Vorurteilen mit Aufklärung begegnen

"Die Liberale Gemeinde versucht etwaigen Vorurteilen und Anfeindungen mit Aufklärung und der Kontaktaufnahme zu nicht-jüdischen Oberhausenern zu begegnen. „Wir laden Schulklassen ein. Wir versuchen auch, in Kontakt zu Muslimen zu treten.“

Die Gemeinde betreut eine muslimische Flüchtlingsfamilie. „Nicht alle Flüchtlinge sind mit Vorurteilen gegenüber Juden hergekommen. Viele Menschen in Oberhausen haben noch nie einen Juden gesehen, nur über den Holocaust gelesen und ihnen sind mal die Stolpersteine aufgefallen“, sagt Lev Schwarzmann von der Liberalen Gemeinde."

 

Jüdische Oberhausener fürchten antisemitische Gewalt

19.07.2018 von Elena Boroda, WAZ


Oberhausen verleiht Auszeichnung

"Lev Schwarzmann hat vor mehr als elf Jahren die aus zwischenzeitlich mehr als 100 Mitgliedern bestehende Liberale Jüdische Gemeinde „Perusch“ in Oberhausen gegründet. Er hat die Gemeinde, die er im Alter von 70 Jahren nach wie vor leitet, über die Stadtgrenze hinaus bekannt gemacht. Durch sein großes Engagement für eine Offenheit gegenüber allen Menschen jedweder Herkunft hat Lev Schwarzmann einen großen Beitrag zur Integration von Juden in die deutsche Gesellschaft geleistet. Darüber hinaus gründete er 1998 das Deutsch-Russisch-Jüdische Kulturzentrum „Trio“, das heute mit etwa 70 Kindern eine russischsprachige Samstags-Schule betreibt."

 

Fünf Oberhausener erhalten die Ehrennadel der Stadt

19.12.2017, WAZ


Lev Schwarzmann erhält Auszeichnung der Stadt Oberhausen

Laudatio des Oberbürgermeisters der Stadt Oberhausen – Daniel Schranz (CDU)

 

Meine Damen und Herren,

 

last but not least komme ich zu Lev Schwarmann. Er ist Gründer und Vorsitzender der Liberalen Jüdischen Gemeinde Oberhausen, deren bloße Existenz nach den Pogromen, der Vertreibung und Ermordung der Juden auch im nationalsozialistischen Oberhausen für unsere Stadt heute nichts weniger als ein Geschenk darstellt. Darüber hinaus hat die Gemeinde noch die schöne Adresse Friedensplatz 15.

 

Geboren wurde Lev Schwarzmann in Moldawien und war in seiner Heimatstadt Belzi als Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde, Abgeordneter des Stadtrates, Journalist, Moderator und als Leiter unzähliger Kulturveranstaltungen aktiv. 1995 kam er nach Deutschland, wo er als Sozialarbeiter und Projektleiter tätig war. Mittlerweile befindet er sich im wohl verdienten Ruhestand, obwohl man mit Blick auf sein umfassendes und jahrzehntelanges Engagement nicht so recht an Ruhestand glauben kann. Denn auch heute noch widmet er seine komplette Freizeit dem ehrenamtlichen Engagement. Sein großes und vielfältiges Wirken hat Lev Schwarzmann auch in Oberhausen weitergeführt. So gründete er 1998 gründete er das Deutsch-Russisch-Jüdische Kulturzentrum „Trio“. Bis heute werden jeden Samstag ca. 70 Kinder in der russischsprachigen Samstagschule unterrichtet.

 

Vor etwa 12 Jahren hat Lev Schwarzmann dann „Perusch“, die Liberale Jüdische Gemeinde hier in Oberhausen, gegründet. Der Grund dafür war seine Unzufriedenheit mit der Ausrichtung der bestehenden jüdischen Gemeinde. Seine Beharrlichkeit und sein Durchhaltevermögen bei schwierigsten Bedingungen in den ersten Gründungsjahren haben sich gelohnt: Denn heute ist die Liberale Jüdische Gemeinde ein fester Bestandteil der Oberhausener Stadtgesellschaft. Sie ist in Kontakt mit verschiedenen Religionen und Konfessionen und  beteiligt sich engagiert am interreligiösen Dialog. Die Gemeinde arbeitet seit zwei Jahren mit der Rabbinerin Natalia Verzbovzka zusammen, der bislang einzigen Rabbinerin in Deutschland, die ihre Gottesdienste dreisprachig durchführt: auf hebräisch, russisch und deutsch, was – so darf ich sagen – auch für mich ein beeindruckendes Erlebnis gewesen ist.

 

Offenheit ist kennzeichnend für die Gemeinde hier in Oberhausen. Gäste ganz gleich welcher Religion und Herkunft sind immer gern gesehen, ob zu den Schabbatfeiern am Freitag oder zu den regelmäßig stattfindenden Kulturveranstaltungen.

 

Der Chor der Gemeinde singt in elf Sprachen und ist auch über die Stadtgrenzen bekannt. Die Theatergruppe führt Stücke in russischer Sprache, wie z. B. „Meine koschere Lady“ auf und tourt damit durch Deutschland. Lev Schwarzmann, der Anfang des Jahres seinen 70. Geburtstag feiern durfte, ist ohne Zweifel der „Motor der Gemeinde“. Er setzt sich unermüdlich für all ihre Belange ein. So konnte vor zwei Jahren auch ein Freundeskreis gegründet werden, der die Liberalen Juden unterstützt.

 

Lev Schwarzmann trägt mit seinem herausragenden Engagement dazu bei, dass sich das liberale Judentum bei uns wieder etabliert und lebendig weiterentwickelt. Die Arbeit der Gemeinde ermöglicht es Juden, sich in die deutsche Gesellschaft zu integrieren.

 

Die Gemeinde, die mittlerweile über 100 Mitglieder hat, ist auch für Nicht-Juden zu einer heimatlichen Anlaufstätte geworden. Kreativität, Beharrlichkeit und Durchhaltevermögen sind drei Eigenschaften, die Lev Schwarzmann verkörpert. Es gibt aber eine vierte Eigenschaft, die die Zusammenarbeit mit ihm sehr angenehm macht und das ist sein Humor. Es ist ein Phänomen, dass ihm zu jeder Situation mag sie noch so bescheiden sein auch ein passender Witz einfällt. Sein Humor setzt die Dinge oft wieder ins rechte Licht und gibt auch den Menschen, die mit ihm gemeinsam für eine gute Sache streiten, Kraft zum Weitermachen.

 

Sehr geehrter Herr Schwarzmann, mit Ihrem großen Engagement fördern Sie nachhaltig das Wohl und das Ansehen unserer Stadt Oberhausen. Ich darf Ihnen daher die Ehrennadel der Stadt Oberhausen verleihen.

 

18.12.2017, Oberbürgermeister Daniel Schranz im Rathaus Oberhausen


Liberale Juden in Oberhausen feiern das Ende des Schabbats

"Dass eine Frau die religiöse Führungsrolle inne hat, verdankt die Gemeinde ih­rer liberalen Ausrichtung. „Deutschland ist die Heimat des liberalen Judentums“, rief sie in Erinnerung. 1817 entstand in Hamburg die erste liberale jüdische Synagoge. Liberale Juden beschränken die Rolle der Frau nicht auf Kinder und Familie. Und sie räumen der religiösen Bildung des Nachwuchses hohen Stellenwert ein.

 

Mit dem Entzünden der Hwdala-Kerze im Innenhof der Gemeinde leitete die Rabbinerin am Ende in die neue Woche über. Die Christen haben davon den Sonntag übernommen."

 

Liberale Juden in Oberhausen feiern das Ende des Schabbats

15.10.2017 von Martin Kleinwächter, WAZ

 


Arkadij Khaet gewinnt mit „Durch den Vorhang“ den Menschenrechtsfilmpreis. Früher drehte er für die liberale jüdische Gemeinde "Perusch".


"Arkadij Khaet greift mit den Folgen des Nationalsozialismus ein schweres Thema auf, inszeniert es aber aus einer jungen Sichtweise. Er findet: „Das Thema ist verkrampft, umso interessanter ist es, eine andere Erzählweise zu wählen.“ Dafür erhielt er im vergangenen Jahr den Deutschen Menschenrechtsfilmpreis in der Kategorie Bildung. Arkadij Khaet kam als kleines Kind aus Moldawien nach Deutschland, wohnte lange Jahre in Oberhausen, absolvierte am Elsa-Brändström-Gymnasium sein Abitur."

 

Arkadij Khaets Film berührt – ohne erhobenen Zeigefinger

17.03.2017 von Dirk Hein, WAZ

 


Ein besonderer Filmabend

"Zu einem besonderen Filmabend in der Lichtburg laden das Büro für Interkultur, die Gedenkhalle und der Freundeskreis der Liberalen Jüdischen Gemeinde Perusch für Dienstag, 5. Juli, um 19 Uhr ein. Gezeigt wird der 2016 erschienene preisgekrönte Film von Britta Wauer über „Rabbi Wolff“. William Wolff ist Ende 80 und der wohl ungewöhnlichste Rabbiner der Welt."

 

Lichtburg zeigt den Film "Rabbi Wolff"

25.06.2016 in DER WESTEN

 


Ein musikalisches Fest

"Ein „Fest“ hatte der Vorstandsvorsitzende der Gemeinde versprochen – ein Fest war’s, nicht nur für die Mitglieder von „Perusch“. Auch Sharon Brauner und Karsten Troyke strahlten von der kleinen Bühne"

 

Aufbruch von Oberhausen ins „Welt-Schtetl“

19.04.2016, DER WESTEN


Freundeskreis der jüdischen Gemeinde "Perusch"

"Bereits im August des Vorjahres hatten sich 18 Gründungsmitglieder zusammengefunden. Inzwischen ist der Verein eingetragen – und ein hochkarätiges Konzert bietet die Gelegenheit, sich allen Oberhausenern bekannt zu machen. Denn bei der Bekanntheit besteht Nachholbedarf – obwohl „Perusch“ ein reges Gemeinde- und Kulturleben pflegt und sich so gerne wie unkompliziert auch der Mehrheitsgesellschaft öffnet."


Oberhausens Rabbinerin

"Ende August entließ das Abraham-Geiger-Kolleg in Potsdam zum siebten Mal seine Absolventen – darunter Natalia Verzhbovska als erste Rabbinerin in Nordrhein-Westfalen. Die heute 47-Jährige aus Kiew war in ihrem ersten Berufsleben Pianistin und Klavierlehrerin. Seit Oktober ist sie in den drei liberalen jüdischen Gemeinden „Perusch“ in Oberhausen, „haKochaw“ in Unna und „Gescher laMassoret“ in Köln als Rabbinerin tätig."

 

Oberhausens neue Rabbinerin: „Die Synagoge war mein Ort“

05.12.2015, DER WESTEN


Perusch ist seit zehn Jahren in Oberhausen

"Liberale jüdische Gemeinde in Oberhausen ist seit zehn Jahren in der Stadt ansässig. Die Mitglieder wünschen sich noch mehr Kontakte zu Oberhausenern."

 

„Perusch“ in Oberhausen feiert zehnten Geburtstag

22.09.2015 von Andrea Micke,  DER WESTEN


Sammeln für das Friedensdorf

"Von einem erfolgreichen „Mitzvah Day Deutschland“ am vergangenen Sonntag berichtet jetzt die Liberale jüdische Gemeinde Ruhrgebiet „Perusch“. Sie hat am Friedensplatz in Alt-Oberhausen ihre Bleibe. Es handelt sich um einen weltweiten jüdischen Aktionstag, den der Zentralrat der Juden in Deutschland 2012 erstmals auch ausgerichtet hat. Im vergangenen Jahr beteiligte sich auch die Oberhausener Gemeinde daran."

 

Jüdische Gemeinde sammelt für das Friedensdorf

19.11.2014, DER WESTEN